Beispiel eines möglichen Ablaufes einer thermografischen Inspektion

Eine professionelle thermografische Inspektion beginnt nicht erst mit dem Start der Drohne! Für aussagekräftige Ergebnisse sind eine sorgfältige Einsatzplanung, geeignete Wetter- und Anlagenbedingungen sowie eine strukturierte Auswertung entscheidend!

1. Auftragsklärung und Zieldefinition

Zu Beginn werden gemeinsam mit dem Kunden das Objekt und das Ziel der Untersuchung festgelegt.

Dabei werden unter anderem berücksichtigt:

  • Art und Größe des Objekts bzw. der PV-Anlage
  • Untersuchungsumfang
  • gewünschte Bereiche
  • vorhandene Pläne oder Anlagendaten
  • "bekannte Auffälligkeiten"
  • gewünschter Umfang der Dokumentation

Ziel ist es, den Einsatz genau auf die Fragestellung des Kunden auszurichten.

2. Einsatz- und Flugplanung

Vor dem Einsatz erfolgt die technische und organisatorische Planung.

Dazu gehören insbesondere:

  • Prüfung der örtlichen Gegebenheiten
  • Festlegung des Flugbereichs
  • Prüfung der relevanten luftfahrtrechtlichen Voraussetzungen
  • Beurteilung von Hindernissen und möglichen Gefahren
  • Planung der Flugroute und Flughöhe
  • Auswahl geeigneter Aufnahmeparameter
  • Abstimmung des Einsatztermins

Die Planung wird an die jeweiligen örtlichen und betrieblichen Bedingungen angepasst.

3. Prüfung der Aufnahmebedingungen

Thermografische Aufnahmen sind nur unter geeigneten Bedingungen sinnvoll auswertbar.

Vor bzw. während des Einsatzes werden deshalb unter anderem berücksichtigt:

  • Sonneneinstrahlung
  • Außentemperatur
  • Bewölkung
  • Wind
  • Verschattung
  • Zustand der Anlage bzw. Oberfläche
  • mögliche Wärmequellen und Störeinflüsse

Bei ungeeigneten Bedingungen kann der Einsatz verschoben oder der Untersuchungsumfang angepasst werden.

4. Visuelle Aufnahme mit RGB-Kamera

Zunächst erfolgt eine hochauflösende visuelle Erfassung des Untersuchungsbereichs.

Die RGB-Aufnahmen dienen unter anderem dazu:

  • den Zustand des Objekts zu dokumentieren
  • Auffälligkeiten visuell zu erfassen
  • thermische Auffälligkeiten später eindeutig zuzuordnen
  • die Orientierung innerhalb des Objekts bzw. der PV-Anlage zu ermöglichen

RGB- und Wärmebilder werden anschließend gemeinsam betrachtet.

5. Thermografische Erfassung

Anschließend erfolgt die Aufnahme mit der Wärmebildkamera.

Dabei wird der Untersuchungsbereich systematisch erfasst. Je nach Objekt werden geeignete Flugbahnen, Aufnahmeabstände und Kameraparameter gewählt.

Bei PV-Anlagen können beispielsweise thermische Auffälligkeiten wie ungewöhnliche Temperaturverteilungen oder einzelne auffällige wärmere oder kältere Bereiche sichtbar werden.

Wichtig: Eine thermische Auffälligkeit stellt zunächst einen Hinweis auf einen möglichen technischen oder physikalischen Sachverhalt dar und ist nicht automatisch mit einem Defekt gleichzusetzen.

6. Datenprüfung und Auswertung

Nach Abschluss des Fluges werden die aufgenommenen Daten gesichtet und ausgewertet.

Dabei werden:

  • RGB-Aufnahmen
  • Wärmebilder
  • Objektpositionen
  • thermische Auffälligkeiten
  • Aufnahmebedingungen

miteinander abgeglichen.

Auffällige Bereiche werden identifiziert, zugeordnet und für die Dokumentation ausgewählt.

 

7. Dokumentation der Auffälligkeiten

Relevante Auffälligkeiten werden nachvollziehbar dokumentiert.

Je nach Auftrag können dazu gehören:

  • Übersichtsaufnahme
  • Wärmebild
  • RGB-Vergleichsbild
  • Position bzw. Bereich
  • thermische Auffälligkeit
  • kurze Bewertung
  • gegebenenfalls Empfehlung zur weiteren Fachprüfung
  •  

8. Erstellung des Dokumentationsberichtes

Die Ergebnisse werden in einem strukturierten digitalen Dokumentationsberichtes zusammengefasst.

Der Bericht kann beispielsweise enthalten:

Angaben zum Objekt

Datum und Zeitpunkt der Untersuchung

Untersuchungsumfang

  • verwendete Technik
  • relevante Aufnahmebedingungen
  • Übersichtsaufnahmen
  • thermografische Aufnahmen
  • dokumentierte Auffälligkeiten 
  • und Hinweise
  •  
  • gegebenenfalls Empfehlungen für eine weiterführende technische Fachprüfung
  •  

9. Übergabe und Besprechung

Nach Fertigstellung erhält der Kunde die vereinbarte Dokumentation digital und/oder in Papierform.

Auf Wunsch können die festgestellten Auffälligkeiten und Ergebnisse gemeinsam besprochen werden.

So erhält der Kunde nicht lediglich eine Sammlung von Drohnenaufnahmen, sondern eine strukturierte und nachvollziehbare Zustandsdokumentation.

 

Das Ergebnis

Von der Einsatzplanung bis zum Dokumentationsbericht – strukturiert, nachvollziehbar und auf den jeweiligen Anwendungsfall abgestimmt.

SkyTherm verbindet hochauflösende Luftbildaufnahmen mit moderner Thermografie, um auch schwer zugängliche Bereiche effizient zu erfassen und thermische Auffälligkeiten sichtbar zu machen.

 

Hinweis: 

Eine thermografische Untersuchung ersetzt keine elektrotechnische, bautechnische oder sonstige fachtechnische Prüfung. Festgestellte Auffälligkeiten können eine weiterführende Prüfung durch einen entsprechend qualifizierten Fachbetrieb erforderlich machen.

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